Solveigh in Latin-America

Wednesday, November 15, 2006

Abenteuer allein im Dschungel :)

Wow, wow, wow, wie spannend es doch werden kann :)
Unser Plan verschiedene Staemme, die hier im nahen Regenwald wohnen zu besuchen viel leider wegen Strassen-Blockaden flach. Dann sind wir eben in den Regenwald ohne Staemme gefahren und haben trotzdem was erlebt :). Das heisst eher nur ich. Sofia und Carola sind, nachdem wir zusammen verschiedene herrliche Wasserfaelle besucht hatten wegen Krankheit zur`ck und dann bin ich allein da geblieben, und habe die Nacht allein in einem Refugio mitten im Urwald verbracht. Im Nachhinein ist das alles keine Heldentat mehr, aber beim ersten Mal ist das schon ganz sch´n spannend...
Habe den "Dschungel" (wie so vieles) so vorgefunden, wie man sich ihn nach den ueblichen Beschreibungen so vorstellt, aber es ist schon toll sich so richtig "mittendrin" zu befinden:
Bin auf meinem Marsch gestern keinem Menschen begegnet, oft war der Weg bewachsen, so dass ich mich unter den mannsgrossen Bl´ttern durchb`cken m`sste (da f´llt mir ein, dass es meinem R`cken dank Medikamenten wieder etwas besser geht -ich werde nie wieder ohne Schmerzmittel reisen!), es geht `ber bemoste baumst´mme und zwischen Lianen hindurch. Es gibt so unglaublich viel zu kucken! (obwohl es sich gestern mit den Tieren echt in Grenzen hielt: keine Affen, keine Papageien und keine Tukane wie in Brasilien...). Das tolle am Regenwald scheint mir zu sein, dass es ueberhaupt kein Problem ist, den selben Weg zurueck zu m`ssen: alles sieht ohnehin so anders aus... Allerdings, scheint es mir, dass man vom R`ckweg nur halb so viel hat. Ich war jedenfalls fast ausschliesslich nur noch auf den Weg konzentriert: auf einmal schiesst einem (mir) das Adrenalin durch die Adern: Die Angst vor der Dunkelheit, die Angst vorm Regen, Angst vor unberechenbaren Tieren aller Gr`sse(?), Angst, den richtigen Weg nicht zu finden. Tats`chlich sieht auf dem R`ckweg alles so anders aus, dass man nicht glauben kann, hier langgekommen zu sein. Man ist nur noch auf der Suche nach sicher identifizierbaren Anhaltspunkten, die einem dann f`r die n´chsten 300 Schritte etwas Ruhe g´nnen, bevor einen die Unsicherheit von neuem bef`llt... (ich verallgemeinere das jetzt, keine Ahnung, ob es anderen auch so geht).
Was ist mir so alles begegnet? Flitztende, winzigkleine Kaulquappen in Wasserstellen; eine Ananas-Pflanze(!!!!), ein Bau mit untertassengrossen Durchmesser -weiss jemand, was darin hausen k´nnte? Eine Riesenschlange, mit untertassengrossen Durchmesser? Dabei ist mir aufgefallen, dass unsere Tropenhaus-Nachstellungen dem "echten" Regenwald gar nicht so un´hnlich sind: Der Geruch schien mir so ziemlich der selbe, doch das feucht-heisse Klima ist doch noch ein bischen extremer... Ach ja, ich bin auf Schmetterlingsschw´rme gestossen, dass ich nicht wusste wohin treten! Unglaublich, was f`r tolle Schmetterlinge! Wenn man sich sp´ter die Fotos anschaut, wird man sich vermutlich ein bischen wundern: ziemlich viele Blumenfotos... Das liegt einfach daran, dass alles so gr`n ist, dass man bei jedem roten Fleck versucht ist, ihn zu fotografieren :) Beeindruckt hat mich nat`rlich auch wieder die Gerauschkulisse. Bis zu Einbruch der Dunkelheit war es ziemlich still (so wie es mein Erdkundelehrer, Herr K`ttner, damals gesagt hatte: wenn Regenwald-Dokus mit wahnsinns-Vogelgezwitscher hinterlegt werden, dann entspricht das ganz und gar nicht den echten Gerauschen!), doch dann wird es lebendig, ein ohrenbetaubender Laerm setzt ein, vor dem man, w´re er k`nstlich so schnell wie m`glich weglaufen w`rde!!! Habe mich auf die Tricks, die mein lieber Vater zu studienzeiten anwandte besonnen, und mir zerkautes Klopapier in die Ohren gesteckt, um Abends einschlafen zu k´nnen :) Am Morgen war es dann f`r kurze Zeit wieder ganz still, bevor so ein komisches Saegewerk-Insekten-Viech anfing einen Motorsaegen- Laerm zu machen, wie man ihn sich nicht vorstellen kann!
Am Abend habe ich noch bis in die Nacht hinein mit den zwei jungen Parkwaertern Karten gespielt und ihnen "Schwimmen" beigebracht :))) War auf jeden fall mal wieder gut f`r mein Spanisch nach dem vielen Englisch hier in Loja :). Spaeter habe ich ihnen dann auf Nachfrage noch ein bischen Englisch beigebracht und sowas wie "Would you like to visit the waterfalls?" aufgeschrieben :)
Anschliessend war es jedenfalls so dunkel, dass mich einer der beiden begleiten musste. Ich h´tte den Weg (einige Minuten) durch den Wald beim besten Willen nicht finden koennen. Auch habe ich noch nie eine so extreme (und echte) Dunkelheit erlebt! In Afrika hatten wir ja auch kein Licht, aber da waren die Sterne, die einem etwas Licht spendeten. Im dichten Wald sieht man einfach garnichts! (War dann auch ganz gut so, weil ich auch von meiner von der Feuchtigkeit verschimmelten Matraze nicht mehr viel gesehen habe...
Am Morgen bin ich nat`rlich zeitig erwacht und habe die absolute Isoliertheit da mitten im Urwald mit nichts als Gr`n vor dem Fenster sehr genossen. Bin dann noch auf einen Aussichtspunkt, zu dem es ZIEMLICH steil hoch ging hoch geklettert. War gar nicht so ungef`hrlich: es ist nicht schwierig auf den vielen schuhgrossen Bl´ttern auszurutschen. W´hrend der Nacht hatte es `brigends wie wahnsinnig geregnet. Das alles war heute morgen! Kurz vor R`ckkehr ist mir dann noch eine mehr als 1m20 lange tiefgr`ne Schlange begegnet. Bin dann irgendwann weitergegangen, noch bevor sie weg war. Hatte keine Lust abzuwarten, bis sie vielleicht ihre defensive in eine offensive Haltung verwandelt...
^brigends gab es zu meiner `berraschung `berhaupt keine Moskitos!!!!!
Muss Schluss machen -time's up!

Sunday, November 12, 2006

¿Schwarze Tage?

Was einem so alles auch an Negativem passieren kann... Bin also in Ecuador, Loja angekommen. Allerdings bin ich, trotz der liebenvollen Aufnahme hier, etwas genervt von den mich, die letzten zwei Tage st`ndig begleitenden, unangenehmen Erlebnissen. Traurig, nach dem Abschied von meiner Mama im Norden Perus, kam ich mit der Aussicht vier Stunden auf meinen Bus nach Ecuador warten zu m`ssen im Busterminal an. Dann gings los. Da ich noch 7 Soles (in dem Moment war das einfach zu viel Geld) loszuwerden hatte bin ich schlechten Gef`hls mit meinem Tagesrucksack auf dem R`cken in die etwas ungeheure Nachbarschaft losgetigert mir allerhand zu Essen (sonst gabs beim besten Willen nichts brauchbares) zu kaufen. Bei dieser Aktion hat also jemand versucht mich auszurauben: Als ich `ber einen Stand gebeugt stand, hat ein ´lterer Herr meinen Rucksack aufgemacht... Zum Gl`ck habe ich ihn bemerkt bevor er etwas nehmen konnte. Mein restliches Geld habe ich irgendwann einfach verschenkt, als mir die ganzen Sachen zu schwer wurden und ich ausserdem eh nicht so genau wusste, ob ich das Essen `ber die Grenze w`rde nehmen k`nnen oder nicht. Zur`ck im Busterminal hatte ich auch keine Ruhe, einige unappetitliche, angetrunkene M`nner liessen mich einfach nicht in Ruhe. Die l´ste dann der Busfahrer meines Busses an, der meinen Arm nur noch losliess, wenn unbedingt n`tig. W´hrend des Grenzaufenthaltes habe ich dann von ausserhalb des Busses beobachten m`ssen, wie sich ein fremder Mann auf meinen Platz setzte und sich (scheinbar) an meinem Rucksack zu schaffen macht. Der Moment, in dem ich endg`ltig alles Geld anmich nahm und meinen Rucksack zum ersten Mal mit einem Schloss verrigelte -traurig, aber mir reichts! In Loja, morgends um sechs regnete es dann. Habe noch etliche Gringo-Abschieds-Fotos `ber mich ergehen lassen und dann einfach darauf gewartet, dass Zeit verstreichen w`rde... Zur Zeit ist echt nicht Touristen-Zeit und ich bin `berall weit und breit die einzige Weisse. Das kann ganz schoen anstrengend sein. Heute haben mich auch wieder viele M`nner auf unangenehme Weise angesprochen (die wollen einen ja immer gleich heiraten usw) und ein Kerl hat mich sogar richtig lange verfolgt :(((
Naja, mal sehen. Jetzt versuche ich mich erstmal, trotz schmerzendem R`cken auf den bevorstehenden Jungel-Trip mit 2 chilenischen M`dels zu freuen -die wollen dort eine Doku ueber verschiedene, im Wald lebende, St`mme drehen -koennte spannend werden...

Tuesday, November 07, 2006

Endlich mal wieder Sonne, Sandstrand, Meer :)

Nach einer sehr anstrengenden allerdings genauso erlebnisreichen und aufregenden Zeit, die meine Mama und ich auf dem Weg von Lima bis an den (fast) aller-obersten Zipfel Perus verbracht haben, sind wir nun erleichtert in einem netten kleinen Touristen-Zufluchtsort direkt am Meer angelangt. Dass es hier so wundersch`ne sein w`rde, war nicht ganz sicher (als wir in unserem netten Bungalow eincheckten war alles in allersch`nstes Abendlicht getaucht, nach einem Schlender-Spaziergang an den vielen Schmuckst´nden entlang konnten wir einen idyllischen Sonnenuntergang und zahlreiche Krebse am Strand beobachten), die ueber 1000 Kilometer, die wir die Panamericana Richtung Norden bereisten, konnten schliesslich nichts als W`ste und g´hnende Leere versprechen. Aber "hey", hier, obwohl auch in H`rweite der Panamerikana, gibt es Palmen, Muscheln und alles, was man sich so vorstellt. Toll! Mir war gar nicht aufgefallen, wie lange ich keinen so einladenden Str`nden mehr begegnet war. Alles was mir seit Brasilien an K`ste begegnet war, war vom kalten Humboldtstrom umsp`hlt und damit nur m`ssig attraktiv.
Am Freitag muss meine liebe Mama leider schon wieder zur`ck nach Lima, um von dort wieder an den nun wohl Nebel-bedeckten Bodensee zur`c zukehren. Ich werde mich dann wohl etwa zeitgleich auf den Weg nach Ecuador machen. Bin schon wieder sehr gespannt auf ein neues Land (und dazu noch jenes, in dem ich gerne l´nger bleiben m`chte...)

Saturday, November 04, 2006

more pictures




ahh, sry. Again I chose the wrong pictures: Some of my Machu Picchu pictures are a lot more impressive. Anway. I only learned to value those quiet, foggy morning-houres at around six a.m. when those tourists that had left for "the lost Inka-city" at the very day started flooding the place at around tenish and later. However, quite a lot of time has passed since, there were more places to visit and more things to see and without me noticing I got to the very north of Peru. I happily met my mom in Lima, we had some great fun and enjoyed some even greater adventures in the Cordillera Blanca and, I presume, were more than happy to finally get back to the Pacific Ocean. Here we're lucky to stay with a local family and having a lot of fun being presented as exotic visitors to their young trainees. On the last picture you can see my mommy (rather exhausted, I'm afraid) chilling out on a young student's bed who was hosting us in the Peruvian Andees for a few days and who we own our greatest experiences with the young Peruvian people to.